Petra, Ingrid, Krissi, Thomas Oberhofer mit Frau, Markus

Bei Ankunft um 11:00 Uhr hat es gegossen, ab 13:30 Uhr hatten wir schönes Wetter.

Wir konnten bzw. durften am Kletterturm der IG Klettern (Sandra) zeigen was wir drauf haben und Ingrid und Thomas sind vor der Kulisse des Münchner Rathaus den Kletterturm hoch um an der Glocke zu klingeln. Thomas sogar dreimal an unterschiedlichen Routen.

Am 16. Juli 2014 war das jährliche Sommerfest der ..

Bastie, Miki, Ingrid und Markus.

Bastie kletterte und hat gezeigt, was "nur mit Armen" möglich ist.

Auf Einladung von Orpheus Mach

"Andrea", ehemalige Patientin von 1999 geht selber regelmäßig klettern und hat eine Gruppe ... aufgebaut

Motto: Bayern barrierefrei: IMMER. FÜR ALLE. ÜBERALL.

Vierundvierzig Selbsthilfegruppen, -verbände und Initiativen trafen sich unter Federführung der LAG Selbsthilfe Bayern auf dem Münchner Marienplatz. Seit 1991 findet dieser Tag immer am 5. Mai unter einem anderen Motto statt. Das Motto für den 05. Mai 2014 „Bayern barrierefrei: IMMER. FÜR ALLE. ÜBERALL.“ ist mehr als nur ein Versprechen für Gutmenschen, Behinderte und Menschen mit Gerechtigkeitssinn, sondern wurde so sinngemäß in Horst Seehofers Regierungserklärung vergangenen November verkündet: Bayern werde bis 2023 im öffentlichen Raum und im öffentlichen Nahverkehr komplett barrierefrei sein.
Dass Menschen mit Behinderungen, ob körperlich, psychisch oder geistig behindert, blind, schwerhörig oder sprachbehindert in der Gesellschaft immer noch in vielen Bereichen benachteiligt sind und auf Barrieren stoßen, ist leider Realität. Barrieren gibt es für Menschen mit Behinderung: IMMER. FÜR ALLE. ÜBERALL.
Europäischer ProttesttagEuropäischer Prottesttag
Über den ganzen Tag moderierte Christian Hanreich das umfangreiche Programm über die Vielzahl von Barrieren, die in Form von Bordsteinen, nicht barrierefreien Internetseiten oder einer naturbelassenen Umwelt zu einer Behinderung des Menschen führen. Und es ging auch um die gesellschaftlichen Barrieren in Ausbildung, Arbeitswelt und Freizeit, die allzuschnell zum Ausschluss von Menschen mit Handicaps führen. Von den Barrieren in den Köpfen eines jeden Einzelnen ganz zu schweigen. Ein Diskussionsteilnehmer brachte es im Laufe des Tages auf den Punkt: Wir bräuchten bei diesem Thema viel mehr Verständnis und Sensibilität – sowohl von Seiten der Nichtbehinderten als auch auf der der Behinderten.
Irmgard Badura, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung schnitt in ihrem Grußwort an, wen die Mammutaufgabe einer „umfassenden Barrierefreiheit“ angeht. Die Umsetzung gehe uns alle an. Und wir, die Behinderten, dürften uns nicht selbst im Wege stehen, damit es in naher Zukunft überall, für alle, umfassend barrierefrei sein werde.

Bis zum frühen Abend suchten alle Beteiligten im Dialog miteinander, wie zukünftig in unserer Gesellschaft alle Menschen mit Behinderung nicht auch noch zusätzlich von außen, von allen möglichen Barrieren, behindert werden. Damit die Chance auf echte Teilhabe in allen Bereichen dieser Gesellschaft Wirklichkeit wird.

In einer Diskussion mit vier Landtagspolitikern und dem Behindertenbeauftragten der Landeshauptstadt München, Oswald Utz, ging es um die umfangreichen Hausaufgaben, die die Politik hinsichtlich einer Umsetzung eines barrierefreien Bayerns zu schultern habe. In den fünf Themenblöcken wie „Mobilität“, „Kommunikation“. „Bildung“, „Freizeit, Sport und Kultur“ und „Ausbildung und Arbeit“ sprachen engagierte Vertreterinnen und Vertreter aus den unterschiedlichsten Initiativen, Selbsthilfegruppen und -verbänden über konkrete Verbesserungen hinsichtlich dem Abbau von Barrieren an Teilhabe. Damit Menschen nicht auf ihre Behinderung reduziert werden.
An der Universität, bei der Ausbildung und Arbeit fehle die Kooperation zwischen Schulen und Betrieben und bei der Beantragung von notwendigen Hilfsmitteln müsse Mensch sich mit aberwitzigen Bürokratiemonstern herumschlagen.
Und die Lebensqualität und Mobilität könnte um ein vielfaches besser sein, wenn es mehr behindertengerechte Wohnungen gäbe.
Bei der Freizeitgestaltung wurde vielfach bemängelt, dass zur jeweiligen Behinderung passende Angebote fehlten und viele davon zu teuer seien.
Das Armutsrisiko bei Schwerbehinderten sei deutlich erhöht, so eine Teilnehmerin beim Themenblock „Bildung“. Es bestehe eine „Verurteilung zu verordneter Armut“, denn staatliche Unterstützung gebe es nur, wenn die Eigenmittel alle aufgebraucht seien.

Das Rahmenprogramm war äußerst vielfältig und bunt. Es bestritten blinde Musiker, eine integrative Band – die Blue Dolphins, der Chor der Aphsingers, die Trommler der Munix Hampti Dumtis und last not least die Sitztanzgruppe der Deutschen Heredo Ataxie Gesellschaft.

Um die Mittagszeit gab es einen Rundgang für Interessierte mit der Frage: Barrierefreie Innenstadt? Die Führung zeigte, wo Menschen mit Handicap auf Hindernisse stoßen.

Am Stand der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Landesverband Bayern und im Themenblock „Freizeit, Sport und Kultur“, der am Nachmittag stattfand, unterstützten und diskutierten an diesem Tag Mitgliederinnen und Mitglieder der Klettergruppe »MS on the rocks« nicht nur Bayern auf seinen barrierefreien Weg. IMMER. FÜR ALLE. ÜBERALL. Auch den »Rockies« Ingrid, Petra, Sonja, Sebastian, Markus und Klaus wurde es an diesem Tag auf dem Münchner Marienplatz wieder schnell bewußt, dass es für einen barrierefreien öffentlichen Raum weit mehr braucht als abgesenkte Bordsteine und Aufzüge an Bahnhöfen.

Doch zum Abschluß noch ein paar persönliche Worte:
»MS on the rocks« ist eine kleine, aber feine Nische, wo Menschen mit der chronischen Krankheit Multiple Sklerose weder inkludiert noch exkludiert, sondern „einfach“ nur nicht von außen behindert werden.
»MS on the rocks« ist ein kleiner barrierefreier Teil Münchens.
Eine feine Nachricht zum „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“.

Klaus Massa

Rocky Dinner Party 2014

Bei der 8. Rocky Dinner Party wurden stolze 1700 € Spenden "erklettert"

Die Rocky Dinner Party ist in Anlehnung an die „Global Dinner Parties“ des DMSG Bundesverband und der internationalen MS Gesellschaft entstanden. Am Welt MS Tag treffen sich jedes Jahr weltweit Menschen zu Global Dinner Parties, um gemeinsam zu speisen, über Multiple Sklerose aufzuklären, Solidarität mit den Erkrankten zu zeigen und Spenden für die MS-Forschung einzusammeln.

Daran wollen sich auch die Kletterer von MS on the Rocks beteiligen und haben dieses Jahr schon zum 8. Mal wieder zum gemeinsamen Klettern und Feiern eingeladen. Am 22. Februar 2014 trafen sich die Kletterer von MS on the Rocks mit Freunden, Familie und Unterstützern in der Leichtathletikhalle der ZHS zum Klettern, Feiern und Spenden sammeln.

Schon um 9:00 Uhr ging es los. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm wurde sofort eifrig geklettert. Geklettert wurde „Top rope“, d.h. das Seil ist bereits eingehängt, so dass jeder der wollte, gefahrlos das Klettern ausprobieren konnte. Die Betreuer hatten unterschiedlich schwere Routen an den über 10 Meter hohen Wänden eingehängt und so konnte jeder einmal erleben, wie Gleichgewicht, Koordination und Kraft beim Klettern gefordert und damit gestärkt werden.

Als besondere Herausforderung gab es auch dieses Jahr wieder den „Climb for Help“. Für jeden gekletterten Meter wanderten eine virtuelle Gutschrift für 2 € und für das Erreichen des Endes der Kletterroute zusätzlich ein Bonus von 5 € in die Spendenbox. Für die besonders schwere Route am Überhang gab es sogar einen Bonus von 10 €. Unter den kritischen Blicken der Zuschauer wurden so von allen gemeinsam über 500 Höhenmeter zurückgelegt. Eine tolle Leistung! Da wir in diesem Jahr leider keinen Sponsor dafür hatten, der die erkletterten Gutschriften in echte Euros umsetzte, blieben die erkletterten Beträge leider nur virtuell.

Nach dem Sport war ab 12:00 Uhr dann für alle von dem bewährten Team freiwilliger Helfer in der Audi-Lounge ein Buffet mit Würstchen, Leberkässemmeln, und Kuchen aufgebaut.. Allen Spendern ein dickes Dankeschön, da war wirklich für jeden etwas dabei.

Bevor es aber an das Buffet ging dankte Carmen, die den Tag perfekt geleitet hat, allen Spendern und begrüßte besonders Frau Dr. Himmighoffen, Frau Dr. vom Ende und Frau Stetzer von der DMSG. Ohne die Unterstützung der DMSG wäre die Klettergruppe nicht entstanden und auch heute noch freuen wir uns über die gute Zusammenarbeit mit der DMSG, die vieles für uns Kletterer erst möglich macht. Da geben wir sehr gerne die Hälfte der gesammelten Spenden an die DMSG, um uns so ein wenig für die Hilfe und Unterstützung der DMSG zu bedanken und noch vielen anderen MS-Betroffenen, auch in anderen Städten, das Klettern zu ermöglichen.

Nachdem das Buffet dann eröffnet war, haben alle zugelangt und an den Tischen wurde sich lebhaft unterhalten. Alte Bekannte wurden begrüßt, neue Bekanntschaften gemacht, Klettererfahrungen ausgetauscht . . . . die Gespräche waren so bunt und verschieden wie die Symptome bei MS.
Auch beim Büfett wurden Spenden gesammelt und so ist am Ende die großartige Summe von 560 € zusammengekommen. Noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an all die vielen freiwilligen Helfer und Spender, ohne die dieser schöne Tag nicht möglich gewesen wäre. Und hoffentlich bis nächstes Jahr.

Wir danken ganz herzlich unseren Sponsoren und Helfern!

  • Bäckerei Schlank in Putzbrunn
  • vinzenzmurr Vertriebs GmbH
  • Sonja & Toni Vogl · München
  • Caroline Eicher & Familie · Putzbrunn
  • Frank Filipiak · München
  • ... und natürlich danken wir auch allen Kuchenbäckern und den Auf-/Abbau- und Standhelfern, ohne die das alles gar nicht möglich gewesen wäre.

(Anja Rodemann)